Make vs. n8n Vergleich 2026: Welche Automatisierungsplattform spart dir wirklich Zeit?
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Make vs. n8n Vergleich 2026: Welche Automatisierungsplattform spart dir wirklich Zeit?
Du willst lästige Routineaufgaben automatisieren, aber die Auswahl zwischen Make und n8n fällt dir schwer? Kein Wunder. Beide Tools versprechen, deine Workflows zu vereinfachen – doch sie unterscheiden sich fundamental in Preis, Bedienung und Einsatzgebiet.
Ich habe beide Plattformen in den letzten zwölf Monaten intensiv getestet und zeige dir den ehrlichen Vergleich. Mit konkreten Zahlen, echten Use Cases und den Fallstricken, die dir niemand in den Marketing-Blogs verrät.
Was kostet Make vs. n8n wirklich? Ein Preisvergleich mit Stand August 2026
Die Kosten entscheiden oft über die Tool-Wahl. Hier liegen Welten zwischen den Plattformen.
Make (ehemals Integromat):
- Kostenlos-Tarif: 1.000 Operationen pro Monat, aber nur mit aktiven Szenarien
- Core-Tarif: 9.000 Operationen für 10,59€/Monat (jährliche Abrechnung)
- Pro-Tarif: 44.000 Operationen für 18,59€/Monat
- Jede weitere 1.000 Operationen: ca. 2€ Aufpreis
n8n (Self-hosted):
- Community Edition: 0€ – unbegrenzte Workflows und Operationen
- Cloud Starter: 29€/Monat für 2.500 Workflow-Ausführungen
- Cloud Pro: 59€/Monat für 10.000 Ausführungen
Die Rechnung ist simpel: Für 10€ pro Monat bekommst du bei n8n die komplette Plattform. Bei Make zahlst du für 9.000 Operationen. Wenn du täglich 300 Operationen brauchst (etwa das Verschieben von Leads aus einem Formular in dein CRM), reicht der Make-Tarif für 30 Tage. Bei n8n ist die Grenze die Ausführungsfrequenz, nicht die Operationen.
Mein Tipp: Für Selbstständige und kleine Teams bis 5 Personen ist n8n Self-hosted auf einem Raspberry Pi (Stromkosten ca. 2€/Monat) oder einem 5€-VPS unschlagbar günstig.
Der entscheidende Unterschied: Visuelle Oberfläche vs. Code-Flexibilität
Make: Baukasten für visuelle Denker
Make funktioniert nach dem Lego-Prinzip. Du ziehst Module auf die Leinwand, verbindest sie mit Linien und konfigurierst die Parameter in Formularen. Die Lernkurve ist flach – nach einem Nachmittag baust du deinen ersten funktionierenden Workflow.
Beispiel aus meinem Alltag: Ich habe einen Workflow gebaut, der neue WordPress-Kommentare prüft, Spam filtert und legitime Kommentare per E-Mail an den Redakteur schickt. In Make: 15 Minuten Arbeit, keine Zeile Code.
Nachteil: Komplexe Logik wird schnell unübersichtlich. Bei über 50 Modulen verlierst du den Überblick. Und wenn du mal eine Schleife mit Bedingungen bauen willst, die nicht im Standard-Repertoire liegt, stehst du vor einer Wand.
n8n: Die Freiheit der Code-Ebene
n8n arbeitet ebenfalls visuell, setzt aber auf JavaScript als Fundament. Du kannst in jedem Node eigenen Code einfügen. Das klingt abschreckend? Ist es anfangs auch.
Aber: Die Flexibilität ist unschlagbar. Ich habe eine komplexe Datenabgleich-Logik zwischen Google Sheets und einer MySQL-Datenbank gebaut. In Make hätte ich dafür drei separate Szenarien mit Webhooks gebraucht. In n8n war es ein Workflow mit drei Code-Nodes.
Das UI von n8n ist funktionaler gestaltet als das von Make. Weniger bunt, aber präziser. Du siehst auf einen Blick, welche Daten in welchem Node ankommen.
Meine Erfahrung: Wenn du dich in JavaScript-Grundlagen einarbeitest (etwa 10 Stunden), bist du mit n8n langfristig schneller. Wenn du programmieren hasst, bleib bei Make.
Schritt-für-Schritt: Dein erster Workflow in beiden Tools
Lass uns einen typischen Workflow bauen: Neue E-Mail-Anhänge automatisch in Google Drive speichern und eine Bestätigung in Slack posten.
Make (15 Minuten):
1. Neues Szenario erstellen – Klicke auf „Create a new scenario" 2. Modul „Gmail" wählen – Suche nach „Watch Emails" und wähle „New attachment" 3. Konto verbinden – Authentifiziere dich mit deinem Google-Konto 4. Filter setzen – Klicke auf das Schraubenschlüssel-Symbol und setze die Bedingung „Has attachment" = true 5. Google Drive Modul hinzufügen – Klicke auf das Plus nach dem Gmail-Modul und wähle „Upload a File" 6. Zielordner wählen – Navigiere zum gewünschten Drive-Ordner 7. Slack-Modul anhängen – Wähle „Send a Message" und verbinde deinen Slack-Workspace 8. Workflow testen – Klicke auf „Run once" und sende dir eine Test-E-Mail 9. Aktivieren – Setze den Schalter auf „ON" und wähle einen Intervall (z.B. alle 5 Minuten)
n8n (20 Minuten, inklusive Code):
1. Workflow erstellen – Klicke auf „New Workflow" 2. Trigger hinzufügen – Suche den „Gmail Trigger" und wähle „New Email" 3. Node konfigurieren – Verbinde dein Google-Konto und setze „Include Attachments" auf true 4. IF-Node einfügen – Ziehe ihn zwischen Gmail und den nächsten Schritt. Bedingung: „Has Attachments" = true 5. Code-Node für die Logik – Füge einen „Code"-Node hinzu, um den Dateinamen zu bereinigen: ```javascript const attachment = $input.first().json.attachments[0]; const cleanName = attachment.filename.replace(/[^a-zA-Z0-9.-]/g, '_'); return { filename: cleanName, content: