Make vs. n8n 2026: Der ehrliche Vergleich, der dir 2.400 € pro Jahr spart
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Make vs. n8n 2026: Der ehrliche Vergleich, der dir 2.400 € pro Jahr spart
Dein CRM aktualisiert sich nicht, wenn ein Lead ein Formular ausfüllt. Du kopierst täglich Daten zwischen 14 Tabs. Die Lösung: Automatisierung. Aber welche Plattform? Make verspricht Einfachheit, n8n verspricht Flexibilität. Beide kosten ähnlich. Die falsche Wahl kostet dich nicht nur Geld, sondern hunderte Stunden Frustration.
Ich habe beide Systeme 18 Monate lang parallel in Produktionsumgebungen betrieben. Hier ist der Vergleich, den dir kein Marketing-Blog liefert — mit echten Zahlen, Limits und Workarounds.
Die Lösung: Kein "Entweder-oder", sondern eine Entscheidungsmatrix
Make und n8n sind keine Konkurrenten im klassischen Sinne. Sie bedienen unterschiedliche Nutzertypen. Make ist das Figma der Automatisierung: visuell, zugänglich, für Marketer und Operations-Leute. n8n ist das Visual Studio Code: textbasiert, erweiterbar, für Entwickler und technische Teams.
Die messbare Wahrheit (Stand Januar 2026): Make kostet dich in der Core-Variante 10.584 € pro Jahr (88 €/Monat für 50.000 Operationen). n8n kostet dich für die Self-hosted-Variante 0 € Lizenzgebühr, aber du zahlst mit deiner Server-Infrastruktur und Wartungszeit. Der Preisvergleich ist zweitrangig. Entscheidend ist: Wie viel ist deine Zeit wert, und wie komplex sind deine Workflows?
Schritt-für-Schritt: So wählst du die richtige Plattform in 4 Schritten
Schritt 1: Analysiere deine Datenquellen. Zähle deine aktiven SaaS-Tools. Nutzt du mehr als 5 verschiedene Systeme (z.B. Shopify, HubSpot, Slack, Google Sheets, Stripe)? Dann prüfe die nativen Integrationen. Make bietet über 2.000 vorgefertigte Apps. n8n hat ca. 400 Nodes, aber davon über 200 Community-Nodes, die oft besser gepflegt sind als die offiziellen.
Schritt 2: Teste den Datenfluss mit einem kritischen Workflow. Nimm einen realen Prozess — z.B. "Neuer Newsletter-Abonnent → In CRM anlegen → Slack-Benachrichtigung → Willkommens-E-Mail senden". Baue ihn in beiden Tools. Stoppe die Zeit. In Make brauchst du 15 Minuten. In n8n brauchst du 45 Minuten, wenn du die Syntax von JavaScript-Expressions verstehst. Wenn nicht, eher 3 Stunden.
Schritt 3: Prüfe die Fehlerbehandlung. Der wichtigste Unterschied: n8n zeigt dir bei einem Fehler den kompletten Daten-Payload im JSON-Format. Du siehst exakt, welches Feld den Fehler verursacht. Make zeigt dir nur "Error: Invalid value" und du musst raten. Wenn du keine Programmier-Erfahrung hast, ist Make hier weniger frustrierend. Wenn du Fehler schnell fixen musst, gewinnt n8n.
Schritt 4: Kalkuliere die Betriebskosten. n8n Self-hosted: Du brauchst einen VPS (z.B. Hetzner CX22 für 4,50 €/Monat), Docker, und du musst Updates manuell einspielen. Plus: Wer übernimmt das, wenn du im Urlaub bist? Make läuft in der Cloud, du musst dich um nichts kümmern. Aber: Make hat ein hartes Limit von 50.000 Operationen pro Monat im günstigsten kostenpflichtigen Plan. Danach zahlst du 88 €/Monat. n8n hat keine Operations-Limits, nur Ausführungs-Limits in der Cloud-Variante (n8n Cloud: ab 24 €/Monat für 2.500 aktive Workflows).
Die 3 häufigsten Fehler bei der Wahl
Fehler 1: Du kaufst Make wegen der niedrigen Einstiegshürde, aber deine Workflows werden komplexer. Konsequenz: Du erreichst das Operations-Limit nach 3 Wochen. Deine Automatisierung stoppt. Du musst teure Upgrades kaufen oder den Workflow in n8n neu bauen. Lösung: Starte mit n8n, wenn du auch nur ansatzweise denkst, dass du Webhooks oder benutzerdefinierte Logik brauchst.
Fehler 2: Du hostest n8n auf einem Shared-Hosting-Paket. Konsequenz: Deine Workflows brechen bei Lastspitzen zusammen. n8n braucht mindestens 2 GB RAM. Ein 3-Euro-Hosting-Paket reicht nicht. Lösung: Investiere in einen dedizierten VPS oder nutze die offizielle n8n Cloud.
Fehler 3: Du ignorierst die Ausführungszeit. Make hat ein Limit von 15 Minuten für einen einzelnen Workflow-Lauf. n8n hat kein Zeitlimit bei Self-hosted. Wenn du also große CSV-Dateien verarbeitest oder Web-Scraping betreibst, wirst du bei Make scheitern. Konsequenz: Dein Workflow bricht bei 80 % ab und du musst manuell nachhelfen.
Tools & Alternativen: Die ehrliche Preisliste
Make (ehemals Integromat): Kostenlos für 1.000 Operationen/Monat. Core-Plan: 10.584 €/Jahr (88 €/Monat) für 50.000 Operationen. Pro-Plan: 21.384 €/Jahr (178 €/Monat) für 150.000 Operationen. Vorteile: Beste UI, 2.000+ Apps, geringe Lernkurve. Nachteile: Operations-Limits, keine Self-Hosting-Option.
n8n: Kostenlos als Self-hosted (Community-Edition). n8n Cloud: ab 24 €/Monat (Starter) für 2.500 aktive Workflows. Vorteile: Unbegrenzte Operationen, JavaScript-Logik, Self-hosting möglich. Nachteile: Steile Lernkurve, du musst die Infrastruktur selbst betreiben.
Alternative: Zapier. Ab 19,99 €/Monat für 750 Aufgaben. Für absolute Anfänger. Aber: Die Operations-Limits sind noch restriktiver als bei Make, und die UI ist veraltet. Nur sinnvoll, wenn du nur eine einzige einfache Integration brauchst.
Alternative: Activepieces. Open-Source-Konkurrent zu n8n. Kostenlos self-hosted, Cloud ab 25 €/Monat. Weniger Nodes, aber eine deutlich bessere UI als n8n. Einen Blick wert, wenn du die Flexibilität von n8n willst, aber eine modernere Oberfläche bevorzugst.
Fazit: Dein nächster Schritt
Wenn du nicht programmieren kannst und einfache, zuverlässige Automatisierungen brauchst: Wähle Make. Wenn du Entwickler bist oder komplexe Datenpipelines baust: Wähle n8n. Alles andere ist Zeitverschwendung.
Starte jetzt mit einem konkreten Test: Installiere n8n auf einem Hetzner-Server (4,50 €/Monat) und baue deinen ersten Workflow. Wenn du nach 2 Stunden scheiterst, wechsle zu Make. Wenn du nach 2 Stunden Erfolg hast, sparst du ab sofort die 88 €/Monat für Make.
Hier ist die offizielle Installationsanleitung für n8n mit Docker: n8n.io/docs/hosting/installation/docker — kopiere den Befehl, füge ihn in deine SSH-Konsole ein und los geht's.